Über uns

Wer sind wir?

Das Netzwerk „Energiekämpfe in Bewegung“ (EkiB) besteht aus verschiedenen Gruppen, Organisationen und Einzelpersonen, die sich für eine global gerechte, demokratisch kontrollierte, soziale und ökologische Energieversorgung einsetzen. Das Netzwerk verfolgt das Ziel, verschiedene Energiekämpfe stärker zu verknüpfen. Unser Netzwerk ist offen für alle, die diese Vision mit uns teilen.
Ein kritischer Umgang mit Sexismus, Rassismus, Homophobie, Handicapismus und andere Formen der Diskriminierung ist für uns selbstverständlich und solch ein Verhalten unerwünscht. Mehr Infos unter ekib.org

Was ist das Ziel der Reclaim Power Tour?

Die Reclaim Power Tour besucht verschiedene Initiativen, die in Energiekonflikte verwickelt sind: Klimacamps in Braunkohletagebaugebieten, Anti-Atom-Gruppen im Wendland, Initiativen gegen Fracking, das Steinkohlekraftwerk in Mannheim. Außerdem halten wir an Orten, an denen Menschen gegen die extreme Verschwendung von Ressourcen kämpfen: S21 in Stuttgart, Gefechtübungszentrum (GÜZ) in der Altmark. An anderen Stationen lernen wir Gruppen kennen, die Alternativen zum herrschenden Energie- und Wirtschaftssystem aufbauen: im Ökodorf Sieben-Linden oder bei einer Gärtnerei, die nach den Prinzipien der solidarischen Landwirtschaft arbeitet.

Wir möchten diese vielen, verschiedenen Brennpunkte auf unserer Route nicht nur geographisch verbinden. Wir wollen die einzelnen Gruppen zu einer großen, sozialen Bewegung zusammenschließen, die Widerstand gegen die Zerstörung unserer Lebengrundlagen leistet und für eine konsequente Energiewende von unten eintritt.

Wie sind wir auf den Namen gekommen?

Re-claim Power bedeutet soviel wie „Holt euch die Energie zurück!“ aber auch „Fordert die Macht für euch!“ Das heißt, dass wir die Kontrolle über unsere Energieversorgung beanspruchen. Und damit auch die Macht, die bis jetzt zentral bei den großen Stromkonzernen liegt. Weil wir unsere Energie nicht nur ökologisch und dezentral erzeugen wollen, sondern sie auch selbstbestimmt und gerecht verteilen müssen.

Wir knüpfen mit dem Begriff an verschiedene internationale Bewegungen an: z.B. Reclaim the Streets – eine Aktionsform, bei der es um das gemeinschaftliche Aneignen des öffentlichen Raums geht, oder Reclaim the Fields – ein Netzwerk von Landbesetzer_innen und Landwirtschaftskollektiven.

Warum seid ihr per Rad unterwegs?

Wir fahren Fahrrad, weil:

- wir uns für die Bewegung bewegen wollen.

- Radfahren eine umwelt- und klimafreundliche Art der Fortbewegung ist.

- weil Radfahren für Freiheit und Unabhängigkeit steht: Es kostet kein Geld und macht keinen Lärm. Wir brauchen keine Energie außer unseren eigenen Kalorien und müssen nicht im Stau stehen. Beim Radfahren bestimmen wir den Fahrplan selbst und sind deutlich schneller als zu Fuß.

- weil wir Entschleunigung leben wollen. Eine Fernreise quer durch Deutschland braucht Zeit. Wir wollen auf Tuchfühlung gehen mit dem Land und dem Wetter und wollen die Menschen, die entlang unserer Strecke in politische Auseinandersetzungen verwickelt sind, kennenlernen und ihre Anliegen ernst nehmen.

- weil in einen Bus nicht alle reinpassen, die mitfahren wollen.

- weil motorische und kognitive Gehirnaktivitäten sich gut ergänzen: Ideen und Visionen für eine zukunftsfähige Gesellschaft entstehen in der Bewegung. Beim Fahren ändern wir unsere Perspektiven, sehen Neues, lernen andere Gruppen und deren Positionen kennen, sind im ständigen Austausch darüber. Und denken radelnd nach. Frei nach den alten Griech_innen praktizieren wir daher: Pedalipatie.