Stationen der Nordroute – Für ein intelligentes Widerstandsnetz

An welchen Orten halten wir und warum genau dort?

Unten findet Ihr eine Auswahl wichtiger Stopps auf der Nordroute. Bald auch vollständig auf dieser Webseite!

21. Juli: Lausitzcamp

Startpunkt der Tour wird das Lausitzcamp sein. Im von der Abbaggerung bedrohten Dorf Proschim/Prožym findet in diesem Jahr unter dem Motto „Kein Land mehr für Kohle!“ das dritte Lausitzer Klima- und Energiecamp statt. Vom 13. bis zum 21. Juli 2013 soll der Widerstand gegen den nahenden Braunkohletagebau unterstützt werden. Das Camp verbindet die Solidaritätsbekundung mit den von den Tagebauplänen bedrohten Menschen mit dem aktiven Eintreten für eine wirkliche globale Energiewende und die Abwendung weiterer Schäden von Natur, Mensch und Klima.
Mehr Infos auf http://www.lausitzcamp.info/

21. – 22. Juli: Burg (Spreewald)

Die erste Nacht verbringen wir im Spreewald beim Aktionsbündnis „Klare Spree“. Dieses hat sich im letzten Jahr gegründet, um das Problem der tagebaubedingten „Verockerung“ der Spreewaldzuflüsse stärker in die Öffentlichkeit zu tragen.
Mehr Infos zum Bündnis: http://www.klare-spree.de

22. – 23. Juli: Beeskow

Beim nächsten Stopp treffen wir auf die Anti-CCS-Bürgerinitiative „CO2-Endlager stoppen“ in Beeskow. Hier wurde in den letzten Jahren hart gegen die CCS-Pläne der Regierung gekämpft, die in der Region die gefährliche CCS-Technik umsetzten wollten. Bei einem gemeinsamen Grillabend wollen wir mehr von den Engagierten über ihren Energiekampf erfahren, im Gespräch und per Film.

23. – 25. Juli: Berlin

Berlin wurde in den letzten Wochen zum Brennpunkt der alternativen Energiewende-Debatte: der Berliner Energietisch sammelte über 200.000 Unterschriften von Bürger_innen, die in einem Referendum über die Rekommunalisierung des städtischen Stromnetzes entscheiden wollen. Dahinter steht ein breites Bündnis, das die Gründung eines kommunalen Stadtwerks mit demokratischen, ökologischen und sozialen Grundsätzen anstrebt.

Bei unserem Stopp in Berlin wollen wir an diese Bewegung anknüpfen. In einer gemeinsamen Aktion mit dem „Berliner Energietisch“ wollen wir nachdrücklich thematisieren, dass wir die Wende zu einer nachhaltigen Energieversorgung mit Macht- und Eigentumsfragen verknüpfen müssen. Es gilt, soziale und ökologische Konflikte zusammenzuführen (Stichwort „Energiearmut“).
Mehr Infos zu unseren PartnerInnen vor Ort: http://berliner-energietisch.net

26. – 28. Juli: „War Starts Here Camp“ bei Hillersleben/Altmark

Vom 21. – 29. Juli findet in der unmittelbaren Nähe des Gefechtsübungszentrums Altmark (GÜZ) das „War Starts Here Camp“ statt. Auf dem 230 qm großen Gelände wird Krieg mit hochgerüsteter Technik und lasersimulierten Waffensystemen geübt und vorbereitet. Seit Herbst 2012 wird auf dem GÜZ eine komplette Großstadt gebaut, in der Soldat_innen für ihre Auslandsaufenthalte in Afghanistan trainieren. Wir werden diesem Camp einen Besuch abstatten, um die Verbindung zwischen Militarismus und Energieverbrauch in den Fokus rücken. Denn in unserer Vision von einer bedürfnisorientierten und ökologischen Energiewende werden keine Ressourcen verschwendet, um Krieg zu führen oder Menschen zu unterdrücken.
http://warstartsherecamp.org/

30. Juli: Durch die Altmark nach Wustrow

Auf dieser Etappe zeigen uns Menschen von der Bürger_innen_Initiative Lüchow-Dannenberg energierelevante Punkte in der Umgebung. Erster Stopp an diesem Tag wird die CCS-Anlage in Maxdorf, die wir besichtigen werden. Nach einer weiteren entspannten Stunde Radfahren erreichen wir Salzwedel, wo wir uns eine Fotovoltaikanlage anschauen. Danach findet im Erzählcafé in Salzwedel ein Workshop zum Thema „Ressourcenkonflikte und Folgen des Klimawandels“ statt. Weiter geht’s nach Wustrow, wo wir in der KURVE zu Abend essen werden und zum Abschluss eines reichhaltig gefüllten Tages noch eine Windkraftanlage besteigen werden.
http://www.bi-luechow-dannenberg.de/

6. August: Mittagessen bei der Solidarischen Landwirtschaft

An diesem Tag machen wir mittags Rast bei der Gemeinschaftsgärtnerei „Wildwuchs“ in Gehrden/Niedersachsen. Mitten im arbeitsreichen Sommer haben die Gärtner_innen zugesagt, für uns zu kochen – darüber freuen wir uns sehr! Die Gärtnerei arbeitet nach den Prinzipien der Solidarischen Landwirtschaft: In einer Verbraucher-Erzeugergemeinschaft versorgt der Betrieb ca. 170 Menschen mit bio-vegan angebautem Gemüse. Die Gemeinschaft kommt zusammen für die Kosten auf und teilt sich die Ernte. Ein zukunftsfähiges Gegenmodell zur industriellen Landwirtschaft, die am Tropf der fossilen Energien hängt und eine der größten Quellen für Treibhausgase darstellt.
http://www.solawi-wildwuchs.de/index.html
Mehr Infos zur Solidarischen Landwirtschaft auf: http://www.solidarische-landwirtschaft.org/

9. August: Artland

Niedersachsen ist Fracking-Land. Hofft Exxon. Die frisch gegründete Initiative „Fracking-Freies Artland“ möchte diesem Plan einen Strich durch die Rechnung machen und ruft die Menschen dazu auf, aus Artland ein „Widerstandsnest“ zu machen. Wir drücken durch unseren Besuch unsere Solidarität mit ihrem Protest aus und hoffen, dass die Gruppe, wie so viele andere, Teil einer großen Bewegung für eine selbstbestimmte, ökologische und gerechte Energieversorgung wird.
Hintergrundinformationen und eine Positionierung gegen Fracking finden Sie auch unter: http://www.fracking-freies-artland.de/

18. – 20. August: Aktionstag in Essen

An Essen können wir nicht vorbeifahren, ohne einige Runden um die Zentrale von RWE Power zu drehen. Denn Europas größter CO2-Emittent ist einfach unser Lieblingsfeind. Dem wachsenden Widerstand begegnet der Konzern merklich angespannt. Die Jahreshauptversammlungen der letzten Jahre konnten nur unter massivem Polizeiaufgebot durchgeführt werden. Während der Konzern im Rheinischen Braunkohlerevier die Häuser von tausenden von Menschen abbaggert, erhebt er Anzeige gegen vier Aktivist_innen, die auf das Dach eines „Info-Zentrum“ von RWE geklettert waren: wegen Hausfriedensbruch. Wir sind gespannt, was er und wir uns dieses Mal einfallen lassen.
Bericht über einen Teil der rechtlichen Repressionen: http://www.ksta.de/bergheim/prozess-verfahren-gegen-aktivist-eingestellt,15189172,23157708.html

22. – 24. August: Köln und Klimacamp im Rheinland

In Köln trifft die Nordroute der Reclaim Power Tour auf die Südroute, die von Freiburg bzw. Stuttgart aus gestartet ist. Am Freitag (23.8.) werden sich die Gruppen in Köln zu einer ‚Critical Mass’* zusammenschließen. Am Samstag (24.8.) führt die letzte Etappe der Reclaim Power Tour als große Fahrraddemonstration, der sich zahlreiche lokale Initiativen anschließen werden, nach Kerpen-Manheim. Unmittelbar am Rande des Tagebaus Hambach schlägt hier zum dritten Mal das Klimacamp seine Zelte auf, das dieses Jahr in Zusammenarbeit mit dem Camp des europaweiten Netzwerkes „Reclaim the Fields“ stattfindet. Gemeinsam geht es den Gruppen um Widerstand gegen die Zerstörung von Ökosystemen und Lebensgrundlagen – ob Klima, Wälder oder fruchtbarem Boden. Und gemeinsam treten sie ein für den Aufbau von ressourcenschonenden und solidarischen Formen des Wirtschaftens und Landwirtschaftens.
Siehe auch: http://www.klimacamp.ausgeco2hlt.de/ und zum Reclaim the Fields Camp: http://www.reclaimthefields.org/de/camp-2013

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>