Südtour Stuttgart Tag 2

Gestartet sind wir heute am Spätvormittag nach einem wunderbaren Frühstück (vielen dank auch an dieser Stelle an die tolle demeter-Bauernfamilie – ihr seid toll). Nach 2 kleineren Fahrradpannen sind wir dann etwas verspätet am Abend bei der Bürgerinitiative “Atomerbe Obrigheim” eingetroffen. Dort wurden wir auf dem demeter-Bauernhof herzlich empfangen. Sogleich sind wir mit der BI und Presse an den Ort des geschehens, zum AKW Obrigheim weitergefahren.

Danach setzten wir uns auf dem demeter-Bauernhof auf Strohballen und Vesper aus regionalen Bio-Produkten zum Austausch auch über alternative Energien und bereits bestehende Energieversorgung auseinander, als Beispiel produziert der demeter-Hof doppelt soviel Strom wie er selbst benötigt, Strom aus Photovoltaik, er kann somit 30 000 Kwh jährlich zusätzlich ins öffentlcihe Netz einspeisen.

Geschlafen haben wir dann im Stroh – es war wunderbar….

Interssant waren die Infos zum Abbau des AKW seit 5 Jahren. Das AKW Obrigheim war das erste AKW das 1968 in Deutschalnd ans Netz ging und seit 5 Jahren sich im Rückbau befindet. Dieser Rückbau verläuft nicht reibungslos, das Versprechen der neuen Landesregierung um Bürgerbeteiligung wurde nicht eingelöst, obwohl die BI mehrfach sich intensiv darum bemüht hat. Jegliche Kontrolle über die Bewertung und Einstufung von radioaktiven und nuklearen Partikeln und Baustoffen wird nicht vorort erhoben sondern nur aus den internen Betriebsprotokollen entnommen.

Das “freimessen” , herunterspülen mit Wasser von radioaktiven Partikeln bis sie einen selbstdefinierten unteren Grenzwert erreichen, verläuft ebenfalls sehr intransparent.

Die Baustoffe und Rückstände des AKW Obrigheim werden bereits aktuell auf die umliegenden Mülldeponien verteilt, ohne das dies der Öffentlichkeit mitgeteilt wird, wann, wo und wieviel Abfälle aus Obrigheim entsorgt werden.

Vier  Anwohnerinnen haben bereitet Klage gegen die Stilllegungs- und Abbaugenehmigungen eingereicht, dies kann für alle AKWs in Deutschalnd eine Pilotfunktion einnehmen.

Die Forderungen der BI :

  • Abbau erst nach Entfernung der hochgefährlichen Brennelemente aus der Anlage
  • Umfassende Nachweise der Entsorgung aller Anlagenteile, auch der “freigemessenen”
  • Umfassende Vorsorge gegen radioaktive Strahlung zu Land, Wasser und Luft
  • Gesetzlich verbindliche Öffentlichkeitsbeteiligung bei Stilllegung und Abbau
  • Vorrang der körperlichen Unversehrtheit vor wirtschaftlichen Interessen
  • Umfassender Störfallschutz unabhängig von Wahrscheinlichkeiten
  • Atomtransporte vermeiden.

Infos unter: www.atomerbe-obrigheim.de

Nach der wundervollen Nacht im Stroh radeln wir heute weiter nach Heidelberg und werden dort von der Selbsthilfewerksatt Urmell empfangen. Angedacht ist heute noch eine Critical Mass durch Heidelberg.

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