Durch das Land des gelben X

Unsere ersten drei Etappen führen (meistens) über schattige Waldwege, der Spree entlang. Wir kämpfen mit Forstwegen, die sich im Sand verlaufen, erholen uns auf asphaltierten Alleen und passieren ab und zu ein Dorf mit Kopfsteinpflaster-Hoppel-Pisten. Viele Häuser sind mit Transparenten geschmückt (“Stopp CCS”) oder auch mit gelben Xen aus Holz. Für viele für uns ist das neu – wir kennen dieses Symbol bisher nur aus dem Wendland. Am zweiten Abend sind wir zu Gast bei der Bürger*innen-Initiative “CO2-Endlager-Stopp”, die uns im Garten eines Resthofes mit einem enormen Buffet und kalten Getränken erwartet. “Das gelbe X steht nicht nur für den Kampf gegen Atomkraft”, sagt Ute, die in der BI aktiv ist, “sondern für den Tag X, an dem wir alle zerstörerischen Formen von Energieversorgung überwunden haben. Es steht also ganz allgemein für Energiekämpfe”. Der Abend vergeht mit Diskussionen zu zweit oder in der Gruppe, Tischtennispartien, mit Plänen, wie wir uns besser vernetzen können und mit einem Film über den Widerstand der BI, der dazu geführt hat, dass Vattenfall sein CCS-Vorhaben in der Region abgebrochen hat. Mein heimliches persönliches Highlight ist die Open-Air-Solardusche hinter dem Schupppen. Am nächsten Tag machen wir wieder auf den Weg, mit einem Dutzend handgezimmerten fahrradgepäcktauglichen gelbe Xen, die uns unsere Gastgeber*innen mitgegeben haben. Auf nach Berlin damit!

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