Dienstag 21. August – Koblenz – Südroute

Dies sollte er also sein, der lang ersehnte Pausentag. Heute konnten wir aufstehen, frühstücken und duschen, alles ohne die stetig tickende Uhr im Hinterkopf, die uns normalerweise an eine kurz bevorstehende Abfahrt erinnert. Der heutige Pausentag sollte aber in keiner Weise bedeuten, dass heute die Räder still stehen. Die Koblenzer BUND-Jugend, die auch für unsere wunderschöne Unterbringung (inklusive Komposttoilette) gesorgt hatte, holte uns schon bald ab und brachte uns zum Hauptbahnhof dieser Stadt, wo die lange im Vorfeld geplante Fahrraddemo beginnen sollte. Mit Klingeln und Parolen ging es also auf den durch die Koblenzer Innenstadt. Und wo Menschen ihre Meinung kund geben, da darf natürlich auf die Polizei mit Fotokameras nicht fehlen.

Nach langen Diskussionen erklärten sich die freundlichen Beamten dann auch bereit ihren Dokumentationstrieb zu unterdrücken und so konnte die Gruppe, die ca. 50 Fahrräder zählte, beinahe unbehelligt den Rest der Demo gegen Atom und Kohle und für eine Energiewende von unten fortsetzen. Mehrere male stoppten wir um von verschiedenen Teilnehmern der Demo von ihren persönlichen Energiekämpfen zu hören. So wurden Demonstranten und Umstehende zur Reclaim Power Tour informiert, über das Klimacamp aufgeklärt und ein Stuttgart 21 Gegner erzählte uns von dem Kampf gegen einen sinnlosen und energiefressenden Bahnhof, der trotz des Schweigens der Medien immer noch sehr lebendig ist. Auch die Menschen des BUND brachten ihre Argumente für eine Zukunft frei von fossilen Energieträgern hervor.

Nach der Demo begaben sich die Fahrräder dann wieder in Richtung den BUND Büros. Hier versorgten uns die Anarchosyndikalisten mit einer (wirklich!) vorzüglichen VoKü, nach der die Karawane dann wieder ihren Ruheplatz aufsuchte.

Was versprach ein ruhiger Abend zu werden, endete leider in großer Enttäuschung. Wie so viele erreichten uns die schlechten Nachrichten vom Klimacamp. Die Radler der Südroute sind allesamt schockiert von dem Schritt des Kölner Verwaltungsgerichts und hoffen, dass sich hier bald eine umsetzbare Lösung findet. Wir kommen nach Köln, brauchen ein Camp und sollte es verboten werden, müssen wir uns kreative Lösungen ausdenken.

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