Wasserkraft stand im Mittelpunkt der 3. Etappe. (Südroute Stuttgart)

Nachdem wir ersten beiden Etappen uns hauptsächlich mit den BIs vorort mit Kernkraft und den Folgen mit auseindergesetzt haben, widmeten wir uns heute hauptsächlich dem Thema Wasserkraft.

Wir besuchten auf dem Weg der 3.Etappe von Obrigheim nach Heidelberg zwei Neckarstaustufen mit Wasserenergiegewinnung. Entlang des Neckars befinden sich 27 Wasserkraftwerke mit etwas über 50 Turbinen die ca. 98 Mwh Energie in der Spitzenzeit erzeugen, das sind lediglich ca. 2% der Gesamtstrommenge den EnBW.

Besonders toll war, das Georg von der BI “Atomerbe Obrigheim” die gesamte Etappe mitgefahren ist und uns entlang des Neckars viel über die Örtlichkeiten beschreiben konnte  - vielen Dank Georg – das war klasse.

Am späten Nachmittag erreichten wir Heidelberg, Anlaufstelle war die Selbsthilfewerkstatt Urmel, bei der wir gleich die Gelegenheit nutzen unsere Räder und Schläuche zu richten. Übernachtet haben wir in einem alternativen Gartenprojekt direkt in Heidelberg. Versorgt haben wir uns mit regional selbstangebaute Obst- und Gemüsespenden.

Wir hatten einen wunderschönen Abend und hatten einen tollen Austausch mit den Leuten Vorort.

Dortmund am 17.8 (Nordroute)

Liebes Tourtagebuch,

heute machen wir Station in Dortmund. Die Sonnen begleiteten uns durch den Tag, die am Himmel, die gegen Atom auf den Flaggen und die für die Energiekämpfe in unseren Herzen.

Mit jedem Pedal tritt dringen wir tiefer ein ins Kohle-Land. Unser Weg führte uns vorbei an Steinkohlekraftwerken, an Häusern mit Bergschäden und durch Landschaften, die durch den Kohleabbau abgesenkt sind. Mit jedem Pedal tritt dringt die Erkenntnis tiefer in uns ein, dass das Fossile Zeitalter der totale Wahnsinn ist. Mit jeder Radumdrehung wollen wir seinem Ende näher kommen….

Auf dem Rathausplatz in Dortmund wurden wir in Empfang genommen von zahlreichen Initiativen. Menschen von der Initiative gegen das Kohlekraftwerk in Datteln berichteten. Dieser Neubau steht kurz vor der Inbetriebnahme, ist aber ein Schwarzbau. Die Legalisierung im Nachhinein muss verhindert werden. www.kontra-kohle-kraftwerk.de

Es folgten Berichte über die Tour und eine Veranschaulichung der enormen Ausmaße und Auswirkungen des Braunkohleabbaus im Rheinland. Der Konzern RWE produziert allein dort mit der Verstromung der Braunkohle Jährlich 84 mil Tonnen CO2. Damit ist er der Größte CO2 Produzent in Europa.

Die RWE ist extrem verflechtet mit der Politik vor allem in Nordrhein Westfalen. Viele Politiker_innen in entscheidenden Positionen, aber auch führende Polizist_innen, haben einen Posten bei RWE für den sie bezahlt werden. Was als legalisierte Bestechung bezeichnet werden kann. Der Filz wurde unteranderem von Greenpeace mit dem Schwarzbuch Kohle aufgedeckt. Jörg Bergstedt arbeitet gerade den Kohle Filz in ähnlicher Weise detailliert auf, wie den GEN Filz. Auf dem Klimacamp wird es davon eine erste Ton-Bilder-Show geben.

In Dortmund gehören 47 % der Dortmunder Energie und Wasserversorgung (DEW21) der RWE. Die RWE macht dabei nicht nur Gewinne mit der DEW21, sondern findet in ihr auch noch einen Abnehmer für ihren dreckigen Strom: „Da die DEW ihren Strom zu 80% von den RWE beziehen, sind 14% des DEW-Stroms Atomstrom. 64% stammen aus der besonders umweltschädigenden Braun- und Steinkohleproduktion. RWE nehmen Einfluss auf die Geschäftspolitik der DEW21 mit der Folge, dass
eine dezentrale Stromerzeugung in DEW-Regie vernachlässigt wird, …“ (http://www.dew-kommunal.de/?pg=wawiwo)

Das Dortmunder Bündnis DEW Kommunal wehrt sich dagegen und setzt sich für eine soziale und ökologische Energieversorgung ein.

Nach den Redebeiträgen ging es spontan zum RWE Tower. Dort eroberten wir uns mit Kreide, Musik, Tanz und lauter Stimme, die Straße und ein Stück Stadt zurück. Dies setzten wir mit einer Critical Mass zum Westpark fort, wo wir den Abend mit einem Mahl zum Ausklang brachten…fast, schließlich mussten noch die Tagbucheinträgegeschrieben werden.

Mit vollem Bauch, müden Äuglein wünscht euch eure Reclaim Power Tour eine gute Reise ins Traumland in dem wir die Kraft für unsere Kämpfe tanken – das ist postfossile Energie!

Nordroute – Hamm 16.08.

Wie schön dass es doch noch geklappt hat. Bis zum Start von der Tour hatten wir in Hamm kein Glück und bis kurz vor Hamm wussten wir immer noch nichts.

Wie aus dem nichts tauchten dann Menschen von der FUGE (Forum für Umweltschutz und gerechter Entwicklung) auf, die in Windeseile einige interessante Besuchspunkte und Vorträge organisierten. Unser erster Stopp war ein Wasserkraftwerk, dass mit dem Wasser der Lippe Strom für 800 Haushalte produziert. Dieses Kraftwerk gibt es seit den 1930er Jahren und wurde dann nach langer Unterbrechung 2005 von einem Privatinvestor mit neuster Technik ausgestattet. Die Sicherheit der Fische ermöglicht eine Fischtreppe, die den Fischen den Weg zu ihren Laichplätzen und zurück ermöglicht.

Zum Abendessen trafen wir uns im Eine-Welt-Laden der von dem FUGE betrieben wird. Lecker und reichlich gestärkt trafen wir uns dann im Hinterhof mit Menschen zu drei verschiedenen Themen.

In der Nähe von Hamm stehen 2 von RWE betriebene Steinkohlekraftwerke. Eines davon spuckt lange Jahre in Stockum das CO2 in die Luft und das andere wird in Uentrup gerade gebaut. Dort soll die Steinkohle per Schiff hingelagen. Dieses Kraftwerk ist eine Fehlplanung dessen Baukosten sich anfangs auf 2 Mrd Euro beziffern sollte. Schnell wurde klar dass es rund 400 Millionen Euro mehr kosten wird. Diese Zeche zahlen die 23 Stadtwerke die sich RWE mit ins Boot geholt hat. Das Kühlwasser des alten Kraftwerkes erhitzt die Lippe mit dem rückgeführten Kühlwasser auf ungefähr 24 °C. Desweiteren steht in Hamm der seit 1997 stillgelegte THTR 300 eine Atomkraft-Anlage mit seltener Technik.In den 70er begann der Bau. 1986 gab es den ersten Probelauf, der direkt in einer Störung endete. Es gab stark radioaktiven Austritt. Von den Betreibern wurde behauptet das es sich um Strahlung aus Tschernobyl handelte, was sich aber schnell als falsch rausstellte. Auch im stillgelegten Zustand kostet dieser Reaktor jedes Jahr 4 Millionen Euro um für Sicherheit zu sorgen. Zur Zeit wird in China ein weiterer THTR 300 gebaut. Gegen den THTR gab es in den vergangenen Jahrzehnten massiven Widerstand. Von Bauplatzbesetzungen bis zu Blockaden und Demonstrationen.
Ebenfalls stellte sich die BiGG – Bürgerinitiative gegen Gasbohren vor die sich 2011 gründeten um sich gegen Fracking in Hamm zur Wehr setzen.

Für weitere Informationen:
http://www.reaktorpleite.de
http://www.gegen-gasbohren.de/initiativen/bigg-hamm/
http://www.fuge-hamm.de/

Südtour Stuttgart Tag 2

Gestartet sind wir heute am Spätvormittag nach einem wunderbaren Frühstück (vielen dank auch an dieser Stelle an die tolle demeter-Bauernfamilie – ihr seid toll). Nach 2 kleineren Fahrradpannen sind wir dann etwas verspätet am Abend bei der Bürgerinitiative “Atomerbe Obrigheim” eingetroffen. Dort wurden wir auf dem demeter-Bauernhof herzlich empfangen. Sogleich sind wir mit der BI und Presse an den Ort des geschehens, zum AKW Obrigheim weitergefahren.

Danach setzten wir uns auf dem demeter-Bauernhof auf Strohballen und Vesper aus regionalen Bio-Produkten zum Austausch auch über alternative Energien und bereits bestehende Energieversorgung auseinander, als Beispiel produziert der demeter-Hof doppelt soviel Strom wie er selbst benötigt, Strom aus Photovoltaik, er kann somit 30 000 Kwh jährlich zusätzlich ins öffentlcihe Netz einspeisen.

Geschlafen haben wir dann im Stroh – es war wunderbar….

Interssant waren die Infos zum Abbau des AKW seit 5 Jahren. Das AKW Obrigheim war das erste AKW das 1968 in Deutschalnd ans Netz ging und seit 5 Jahren sich im Rückbau befindet. Dieser Rückbau verläuft nicht reibungslos, das Versprechen der neuen Landesregierung um Bürgerbeteiligung wurde nicht eingelöst, obwohl die BI mehrfach sich intensiv darum bemüht hat. Jegliche Kontrolle über die Bewertung und Einstufung von radioaktiven und nuklearen Partikeln und Baustoffen wird nicht vorort erhoben sondern nur aus den internen Betriebsprotokollen entnommen.

Das “freimessen” , herunterspülen mit Wasser von radioaktiven Partikeln bis sie einen selbstdefinierten unteren Grenzwert erreichen, verläuft ebenfalls sehr intransparent.

Die Baustoffe und Rückstände des AKW Obrigheim werden bereits aktuell auf die umliegenden Mülldeponien verteilt, ohne das dies der Öffentlichkeit mitgeteilt wird, wann, wo und wieviel Abfälle aus Obrigheim entsorgt werden.

Vier  Anwohnerinnen haben bereitet Klage gegen die Stilllegungs- und Abbaugenehmigungen eingereicht, dies kann für alle AKWs in Deutschalnd eine Pilotfunktion einnehmen.

Die Forderungen der BI :

  • Abbau erst nach Entfernung der hochgefährlichen Brennelemente aus der Anlage
  • Umfassende Nachweise der Entsorgung aller Anlagenteile, auch der “freigemessenen”
  • Umfassende Vorsorge gegen radioaktive Strahlung zu Land, Wasser und Luft
  • Gesetzlich verbindliche Öffentlichkeitsbeteiligung bei Stilllegung und Abbau
  • Vorrang der körperlichen Unversehrtheit vor wirtschaftlichen Interessen
  • Umfassender Störfallschutz unabhängig von Wahrscheinlichkeiten
  • Atomtransporte vermeiden.

Infos unter: www.atomerbe-obrigheim.de

Nach der wundervollen Nacht im Stroh radeln wir heute weiter nach Heidelberg und werden dort von der Selbsthilfewerksatt Urmell empfangen. Angedacht ist heute noch eine Critical Mass durch Heidelberg.

Südtour – Phillipsburg: auf idyllischen Wegen zum AKW

Unser internationales Radelteam hat noch einmal deutlich Zuwachs bekommen, sodass wir mit gut 20 Leuten inklusive lokaler Unterstützung morgens aus Karlsruhe aufbrechen. Auf schattigen Waldwegen geht es durch ein idyllisches Waldstück, bis Sicherheitszäune und Wachpersonal das Kernforschungszentrum des KIT (Karlsruhe Institut für Technologie) ankündigen. Mitglieder des BUND, der BI Muell und Umwelt und der Anti-Atom-Gruppe Karlsruhe schildern ausführlich, was hier, zwischen Bäumen und abgeschirmt hinter grauen Mauern, vor sich geht; von der zweifelhaften Verknüpfung zwischen Wissenschaft, Politik und Wirtschaft über Sicherheitsaspekte bis hin zu Blockadeaktionen von Greenpeace.

Durch den Wald geht es weiter Richtung Phillipsburg; seit Freiburg hatten wir kaum eine ruhigere, friedlichere Landschaft durchquert als diese. Umso unwirklicher der erste Blick auf das AKW; zwei Personen bewachen den Haupteingang (demonstratives Schließen des Tores als man uns wahrnimmt), hinter dem Stacheldrahtzaun parken teure Autos. Wir treffen auf die lokale BI. Der Widerstand gegen das AKW in der Region ist gering, EnBW ein wichtiger Arbeitgeber. Umso wichtiger die Arbeit der BI; neben dem Atommeiler, der bis 2019 laufen soll, ist ein neues Zwischenlager geplant.

Auf dem Weg zu unserem Nachtquartier bei Menschen der BI erfreuen wir uns zahlreicher Runden im Kreisverkehr (die Zahl der Kritischen Masse haben wir längst überschritten) und einem amüsanten Fangspiel (in Form einer sich willkürlich aufteilenden Gruppe) mit unseren Verfolgern in Blau-Weiß, bis diese schließlich genervt davon rauschen. Als das Ziel schließlich erreicht ist erwarten uns ein märchenhafter Garten sowie ein Festmahl, das es geschafft hat, sogar die Karlsruher Vokü zu übertreffen. Ein großes Dankeschön!!

Mehr Infos unter:

karlsruhe.bund.net

antiatomkarlsruhe.blogsport.de

www.muellundumwelt-bi-ka.de

Südtour – Etappe Rastatt -> Freiburg

Im Naturfreundehaus schlafen wir gut, werden aber morgens sehr früh von einem Wecker geweckt. Das hat vor allem den Grund, dass wir schon um 11 Uhr in Karlsruhe am Kohlekraftwerk erwartet werden. Trotz der frühen Stunde ist noch genug Zeit, Pause an einem Baggersee zu machen. Auf die Minute genau kommen wir dann am Kraftwerk an und können einem unglaublich informierten Vortrag zuhören und dabei immer wieder das neue Kohlekraftwerk bewundern. Bei dem Vortrag wurden genaue Schadstoff ausstöße und sehr viele insider Informationen über und um das Kraftwerk angesprochen.

Nach diesem Vortrag geht es in die Karlsruher Innenstadt wo wir neben einem aufblasbaren AKW mit Vortragsunterstützung ein Picknick zu uns nehmen und sehr viel flyern und über unsere Tour informieren.

Danach geht’s nach kurzem Stopp an unserem Übernachtungsquartier bei den Falken zur Karlsruher Vokü die uns ein exzellentes Essen kocht. Nach einigen Kickertournieren schlafen wir erschöpft mit jeder Menge neuer, interessanter und brisanter Information ein.

Mehr Infos zum neuen Kohleblock unter:

http://karlsruhe.bund.net/

http://www.muellundumwelt-bi-ka.de/chronik

 

Anti-Fracking Aktion in Badbergen (10.8./Nordroute)

Badbergen bei Quakenbrück ist ein kleiner Ort inmitten von endlosen Maisfeldern. Was in diesem Teil von Niedersachsen allerdings nichts Ungewöhnliches ist. Seit Hannover sind Maiswüsten rechts und links vom Weg unsere häufigste Kulisse. Aber das ist ein anderes (Energie)-Thema und soll ein anderes Mal diskutiert werden. Denn bei unserem Stopp in Badbergen ging es vor allem um Fracking. Als Exxon hier seine Probebohrungen startete, um die Schiefergasreserven zu erkunden, hat sich hier flugs eine schlagkräftige Bürger-Initiative gegründet (“Fracking-Freies Artland”), mit der wir uns bekannt machten und mit der wir hoffentlich weiterhin produktiv zusammenarbeiten werden!

Zusammen mit der BI führten wir am Samstagvormittag in der Innenstadt eine Aktion durch: die Mitglieder der Initiative bauten einen Stand mit Infomaterial, Plakaten und Unterschriftenlisten auf. Gegenüber gab es einen “Gegen-Stand”, an dem interessante und reizende Getränke mit dem Wasser “aus der Region” feilgeboten wurden, z.B. das Trendgetränk “Benzi”, das den ganzen Tag fracktiv macht (was fürs Auto gut ist, kann für den Menschen nicht schlecht sein),  oder auch “BioCide” (wie der Name schon sagt, sehr gesund), oder “Eau de Frack” (wahrscheinlich ebenfalls ungiftig). Leider brachen einige Passant*innen, die von den Getränken gekostet hatten, dramatisch zusammen und starben noch vor Ort. Wir nehmen an, dass alle betroffenen Personen sowieso schon an Alterssschwäche gelitten haben. Irgendwann sterben Menschen halt.

Mehr Infos über Fracking, über die Initiative “Fracking-Freies Artland” sowie einen Bericht und Bilder von unserem Besuch findet ihr hier: http://www.fracking-freies-artland.de/

Ach du Grüne Neune! am 13.8 in Hembergen (Nordroute)

13.08 Hembergen

Auf unserem Weg nach Münster machten wir in Hembergen bei der grünen Neune halt.

Die grüne Neune ist eine Ein-Mensch-Gärtnerei, die Biogemüse per Lieferservice anbietet.

Der Gärtner schafft es seit mittlerweile 4 Jahren sich aus dem Garten selbst zu versorgen und gleichzeitig noch genug Geld zum Leben zu erwirtschaften. Das naturnahe Gärtnern und Leben (in einem selbstgebauten Wohnwagen) liegt ihm sehr am Herzen. Wie gesund diese Einstellung ist zeigt sich in dem Gemüse aber auch dem Lebensort die beide vor Kraft, Vitalität und Gesundheit strotzen.

Die Gärtnerei ist eingebettet in ein Gelände auf dem neben wunderschönen alten Bäumen, jede Menge Wildkräutern und Wildwuchs noch weitere Menschen in Wägen, Jurten und auch im Haus leben. Die Wildnispädagogikgruppe Draußenzeit hat ebenfalls ihren Bereich auf dem Gelände.

Die Geschichte dieses Ortes geht weit in die Geschichte der menschlichen Zivilisation zuück.                                                                                          Die ersten Menschen siedelten dort in der Bronzezeit. Es erinnern zwei runde Wälle im Wald, auf dem dann wohl Palisadenzäune gestanden haben. Während des Sturmes Kyrill wurde in den Wurzeln eines entwurzelten Baumes Münzen gefunden, die ebenfalls der Bronzezeit zugeordnet wurden.

Wir haben die Zeit dort sehr genossen, das Gemüse, die Natur, die Menschen – wunderschön – mehr davon…

weitere Informationen:

http://www.gruene9.info/                                                   http://www.draussenzeit.de/

Osnabrück vom 10.-13 August (Nordroute)

3 Tage in Osnabrück

Mit großer Vorfreude kamen wir am 10.08 abends in Osnabrück an. Empfangen wurden wir am Freiraum Petersburg zu einen vorzüglichen Abendschmaus und Tanz und Freude mit vielen Menschen bis in die Nacht hinein. Das Kulturzentrum Petersburg belebt einen Teil eines alten Güterbahnhofgeländes in der Osnabrücker Innenstadt in der Nähe des Hauptbahnhofes. Dort sind verschiedenste Gruppen involviert, wie z.B. eine Gartengruppe, die einen Gemeinschaftsgarten organisiert, eine Tangogruppe, eine Theatergruppe, der Fanclub des örtlichen Fussballvereins und natürlich die vielen Bands, die dort Proberäume mieten können. Der Haupttreffpunkt ist das Mythos, eine kleine Kneipe mit Veranstaltungsraum.                                                                                       Aktuell ist die Petersburg in ihrer Existenz bedroht. Eine Freikirche, die sogenannte Lebensquelle will diesen für Osnabrück sehr wichtigen Raum dem Erdboden gleichmachen.

Geschlafen wurde dann auf dem Luhrmannhof, einem wunderschönen Studentenwohnheim auf einem alten Bauernhof, das ein paar von uns auch schon mal ihr Zuhause nennen konnten. Und es fühlt sich auch immer noch ein wenig so an.

Am nächsten Tag stiegen wir wieder auf unsere Räder, nicht um wieder weiterzufahren sondern um Osnabrücks Straßen mit einer Critical Mass zu blockieren um uns mit Lärm und in Feierstimmung unsere Straßen wieder zurückzuholen. Etwa 50 Menschen nahmen teil und nach einer erfolgreichen Aktion trudelten wie wieder in der Petersburg ein.

Otto Wetzig erzählte uns dann etwas zur Energiegenossenschaft nWerk, die sich zum Ziel gesetzt hat Osnabrück langfristig mit Energie aus regenerativen Quellen zu versorgen, die dort produziert wird wo sie auch verbraucht wird. Damit lernten wie wieder eine erfolgreiche Organisation in Bürger*innenhand kenne, die bedarfsorientiert Strom erzeugt.

Der nächste Tag war dann ein Pausentag am Luhrmannhof, den wir mit Entspannen, Mal-wieder-für-sich-allein-sein, Freunde besuchen und ähnlichem verbrachten.

Morgen geht es dann Richtung Münster und damit ins Kohleland Nord-Rhein-Westfalen.

für mehr Informationen.

http://www.freiraum-petersburg.de/                              http://www.nwerk-eg.de

2. Etappe der Südroute von Weisweil nach Strasbourg (F)

 

Einige Eindrücke von unserer Ankunft in Strasbourg, wo wir im Maison Mimir – einem autonomen Hausprojekt – nächtigen. Morgen geht es weiter nach Rastatt.