Banner Aktion in Essen am 20.8

Gestern bestiegen Aktivist*innen das Parkhaus am Essener Hauptbahnhof und entrollten ein Banner über die dort angebrachte RWE-Werbung. Das Banner zeigt ein Logo auf dem CCS, Erdöl, Atomkraft, und Kohlekraft eine eindeutige Absage erteilt wird. Eine Verbindung mit dem Energiekonzern RWE ist ebenfalls eindeutig zu erschließen.

Die Aktivist*innen stellen sich mit dieser Aktion gegen die Energiepolitik RWEs, die neben einigen Atomkraftwerken auch Europas größten Braunkohletagebau im Rheinland betreibt, der jährlich 84 Millionen Tonnen CO2 produziert. RWE zerstört mit diesem Tagebau systematisch Lebensraum und Lebensqualität von Pflanzen, Tieren und Menschen um Profit zu machen.

Die Aktivist*innen fordern eine sozial-ökologische, basisdemokratisch orientierte Energieversorgung in Bürger*innenhand und eine Abschaffung der großen Energiekonzerne.

Bericht einer Mutter mit Kind – Nordroute

Unser Tourtagebuch – die Reclaim-Power-Tour mit Kind

Mitgefahrene Strecke: Hannover – Diepholz (ca. 111 km)
Alter des Kindes: 3 Jahre
Fahrradtourerfahrung: 0
Befürchtete Auseinandersetzungen wegen zu großer Langeweile im Fahrradanhänger: 111
Tatsächliche Auseinandersetzungen: 1 (wegen Eis)
Fazit: Zum Glück ist unser Auto kurz vor der Tour kaputt gegangen!

Mit der Tour mitzuradeln war wunderschön! Wind um die Nase, schöne Orte und Landschaft (besonders noch knapp hinter Hannover), spannende Menschen, Begegnungen, Bewegungen… all das konnten wir, zwei Eltern und ein Kind, richtig gut genießen und mit unseren klimapolitischen Zielen, dem Interesse an Gemeinschaften, regionaler und ökologischer Ernährung und Familienurlaub verknüpfen! Klingt wie Werbung, war aber so. :) Continue reading

Südtour Mainz nach Sankt Goar

Heute hatten wir eine etwas kürzere Tagesetappe von ca. 55 Kilometer von Mainz nach St.Goar vor uns.

Die Landschaft im Rheintal entschädigte das zum Teil wechselhafte Wetter mit traumhaften Ausblicken und Eindrücken. Heute sind weiter Radler_innen dazugestoßen und es macht riesig Spaß in einer Gruppe von 20 Personen Richtung Klimacamp zu radeln.

Unterwegs trafen wir zufällig eine Aktivistin aus Notre Dame des Landes (Bretagne) die spontan sich am Abend zu uns gesellte und mit einem weiteren ZAD-Aktivisten der mit uns fährt etwas über den Widerstand bei sich Vorort zu berichten, dieser Widerstand gegen den Bau eines Flughafens dauert bereits über 40 Jahre an und entwickelt auch neue Lebens- und Gemeinschaftsformen auf den besetzen Gebieten und Feldern, auch zu den Themen alternative Landwirtschaft und Energie.

Die Übernachtung auf einem Bio-Bauernhof oberhalb von St.Goar ist traumhaft, doch wir radeln heute wieder weiter zu unserem nächsten Etappenziel nach Koblenz.

In Koblenz werden wir empfangen von der BUND-Jungend die uns eine Unterbringung stelltund mit uns heute Abend grillt.

18.08. Ruhetag (Südroute)

Heute am Sonntag in Mainz hatten wir einen Ruhetag.

Wir nutzen ihn um unsere Räder zu reparieren, die nächsten Etappen durchzusprechen und etwas auszuruhen. Am fühen Nachmittag nahemen wir an einer Diskussionsrunde im besetzen Haus Mainusch teil und konnten dort auch unsere Energiekämpfe vorstellen. Einige nutzen den Tag umin Mainz eine Flyeraktion zu unternehmen.

Heute führt uns die Etappe von Mainz nach St.Goar, Unterkunft haben wir auf einem Bio-Bauernhof.

Etappe 16. + 17. (Südtour)

Die 4. Etappe von Heidelberg nach Mannheim war eine recht kurze und nur 30 Kilometer. Morgens machten wir uns in die Heidelberger Innenstadt ud schauten uns dort ein wenig um. Danach starteten wir zum Etappenziel Campingplatz nach Mannheim.

Bei der Ankunft wurden wir bereits von den Radlern aus Freiburg empfangen. Mit ca. 25 Personen machten wir eine spontane zwei stündige Critical Mass in der Mannheimer Innenstadt. Zum Abend hatten wir ein schönes Grillfest am Rhein.

5.Etappe :

Mit ca. 20 Personen starteten wir die “Königsetappe” von Mannheim nach Mainz, eine Etappe über ca. 100 Kilometer. Erstes Nahziel war das AKW in Biblis, bei dem wir einen kleinen Zwischenstop eingelegt haben.

Auch am AKW Bibis waren wir nicht ohne Begleitung und Überwachung seitens der Polizei. Nachdem sich bereits der Sicherheitsdienst des AKW an unsere Räder haftete, wurde auch noch eine Streife hinzugezogen. Der Gipfel war dann schliesslich, dass auch noch ein Polizeihubschrauber angefordert wurde um uns über den gesamten Abschnitt bis nach Gernsdorf zu verfolgten, eine aus unsere Sicht völlig überflüssige und total überzogene Aktion, die keinerlei Grundlage hat und reine Verschwendung von Energie, CO2 und Steuergeldern nach sich zieht.

Am späten Abend trafen wir dann in Mainz ein. Wir kommen bis Montagmorgen auf einem Wagenplatz am Unigelände unter. Bei einem Fest feierten wir unsere Ankunft. Heute am Sonntag haben wir eine Podiumsdiskussion zum Thema 25-jähriges bestehen des Haus Mainusch auf dem Campus (www.haus-mainusch.de)

Ansonsten nutzen wir den Tag für Flyeraktionen, Fahrräder richten und die weitere Etappe abzustimmen.

 

Morgen führt die Südroute der Reclaim Power Tour von Mainz nach St.Goar.

Wasserkraft stand im Mittelpunkt der 3. Etappe. (Südroute Stuttgart)

Nachdem wir ersten beiden Etappen uns hauptsächlich mit den BIs vorort mit Kernkraft und den Folgen mit auseindergesetzt haben, widmeten wir uns heute hauptsächlich dem Thema Wasserkraft.

Wir besuchten auf dem Weg der 3.Etappe von Obrigheim nach Heidelberg zwei Neckarstaustufen mit Wasserenergiegewinnung. Entlang des Neckars befinden sich 27 Wasserkraftwerke mit etwas über 50 Turbinen die ca. 98 Mwh Energie in der Spitzenzeit erzeugen, das sind lediglich ca. 2% der Gesamtstrommenge den EnBW.

Besonders toll war, das Georg von der BI “Atomerbe Obrigheim” die gesamte Etappe mitgefahren ist und uns entlang des Neckars viel über die Örtlichkeiten beschreiben konnte  - vielen Dank Georg – das war klasse.

Am späten Nachmittag erreichten wir Heidelberg, Anlaufstelle war die Selbsthilfewerkstatt Urmel, bei der wir gleich die Gelegenheit nutzen unsere Räder und Schläuche zu richten. Übernachtet haben wir in einem alternativen Gartenprojekt direkt in Heidelberg. Versorgt haben wir uns mit regional selbstangebaute Obst- und Gemüsespenden.

Wir hatten einen wunderschönen Abend und hatten einen tollen Austausch mit den Leuten Vorort.

Dortmund am 17.8 (Nordroute)

Liebes Tourtagebuch,

heute machen wir Station in Dortmund. Die Sonnen begleiteten uns durch den Tag, die am Himmel, die gegen Atom auf den Flaggen und die für die Energiekämpfe in unseren Herzen.

Mit jedem Pedal tritt dringen wir tiefer ein ins Kohle-Land. Unser Weg führte uns vorbei an Steinkohlekraftwerken, an Häusern mit Bergschäden und durch Landschaften, die durch den Kohleabbau abgesenkt sind. Mit jedem Pedal tritt dringt die Erkenntnis tiefer in uns ein, dass das Fossile Zeitalter der totale Wahnsinn ist. Mit jeder Radumdrehung wollen wir seinem Ende näher kommen….

Auf dem Rathausplatz in Dortmund wurden wir in Empfang genommen von zahlreichen Initiativen. Menschen von der Initiative gegen das Kohlekraftwerk in Datteln berichteten. Dieser Neubau steht kurz vor der Inbetriebnahme, ist aber ein Schwarzbau. Die Legalisierung im Nachhinein muss verhindert werden. www.kontra-kohle-kraftwerk.de

Es folgten Berichte über die Tour und eine Veranschaulichung der enormen Ausmaße und Auswirkungen des Braunkohleabbaus im Rheinland. Der Konzern RWE produziert allein dort mit der Verstromung der Braunkohle Jährlich 84 mil Tonnen CO2. Damit ist er der Größte CO2 Produzent in Europa.

Die RWE ist extrem verflechtet mit der Politik vor allem in Nordrhein Westfalen. Viele Politiker_innen in entscheidenden Positionen, aber auch führende Polizist_innen, haben einen Posten bei RWE für den sie bezahlt werden. Was als legalisierte Bestechung bezeichnet werden kann. Der Filz wurde unteranderem von Greenpeace mit dem Schwarzbuch Kohle aufgedeckt. Jörg Bergstedt arbeitet gerade den Kohle Filz in ähnlicher Weise detailliert auf, wie den GEN Filz. Auf dem Klimacamp wird es davon eine erste Ton-Bilder-Show geben.

In Dortmund gehören 47 % der Dortmunder Energie und Wasserversorgung (DEW21) der RWE. Die RWE macht dabei nicht nur Gewinne mit der DEW21, sondern findet in ihr auch noch einen Abnehmer für ihren dreckigen Strom: „Da die DEW ihren Strom zu 80% von den RWE beziehen, sind 14% des DEW-Stroms Atomstrom. 64% stammen aus der besonders umweltschädigenden Braun- und Steinkohleproduktion. RWE nehmen Einfluss auf die Geschäftspolitik der DEW21 mit der Folge, dass
eine dezentrale Stromerzeugung in DEW-Regie vernachlässigt wird, …“ (http://www.dew-kommunal.de/?pg=wawiwo)

Das Dortmunder Bündnis DEW Kommunal wehrt sich dagegen und setzt sich für eine soziale und ökologische Energieversorgung ein.

Nach den Redebeiträgen ging es spontan zum RWE Tower. Dort eroberten wir uns mit Kreide, Musik, Tanz und lauter Stimme, die Straße und ein Stück Stadt zurück. Dies setzten wir mit einer Critical Mass zum Westpark fort, wo wir den Abend mit einem Mahl zum Ausklang brachten…fast, schließlich mussten noch die Tagbucheinträgegeschrieben werden.

Mit vollem Bauch, müden Äuglein wünscht euch eure Reclaim Power Tour eine gute Reise ins Traumland in dem wir die Kraft für unsere Kämpfe tanken – das ist postfossile Energie!

Aufruf nach Essen – Kommt zahlreich

Am 18. August macht die Reclaim Power Radtour in Essen, der Heimatstadt des
Energieriesen RWE Halt. Auf der Tour radeln Aktivist*Innen vom Braunkohlerevier in der
Lausitz bis zum Klimacamp im Rheinland. Dabei machen sie Station an verschiedenen
anderen energie-politisch relevanten Orten. Mit der Tour sollen die verschiedenen
Energiekämpfe in Deutschland verbunden, und ein Zeichen des Widerstands gesetzt werden. Continue reading